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FrSky Taranis X-Lite – erster Eindruck und Review

Habe meine X-Lite heute bekommen. Gleich OpenTX 2.2.2 drauf, und in Betrieb genommen mit dem ersten Copter.

FrSky Taranis X-Lite

Was soll ich sagen? Von wegen „nicht geeignet für Pincher (Daumen-Zeigefinger-Piloten)“ wie manche Reviewer behaupten – ich bin so einer, und mir liegt das Teil perfekt in den Händen. So gut sogar dass ich zum ersten Mal seit einer Weile wieder im Stehen FPV geflogen bin, ohne Halsband oder sonst was – braucht man bei dem kleinen Gewicht einfach nicht, und die Griffform ist für mich perfekt. Endlich kann ich wieder aufs Feld ohne einen Klappstuhl mitzuschleppen 🙂

Die Sticks selber fühlen sich gut an. Trotz kleinerer Maße und Wege nicht weniger präzise als die „großen“ M9 in meiner X9E mit langen Knüppeln dran. Die Wege sind auch gut gewählt, sodass man als Pincher mit mittelgroßen Händen an maximale Ausschläge dran kommt ohne die Finger groß anzustrengen oder gar umgreifen zu müssen. Auch nett dass man den Mode mechanisch wechseln kann ohne das Gehäuse aufzumachen.

Auch die Lage der Kippschalter an der hinteren Wand erweist sich als optimal, man kann die Schalter mit dem Mittelfinger erfühlen und schalten ohne den Daumen und Zeigefinger von dem jeweiligen Stick zu nehmen. Das war bei den größeren Taranis Funken bisher nicht wirklich möglich. Die Schalter sind sehr kurz, aber wirken mechanisch solide, und sind schwer genug um versehentliches Schalten auszuschließen. Leider fehlt in der Standardausstattung ein Momentschalter, ich nutze gerne einen für manuell ausgelöste Spannungs- bzw. Verbrauchsansagen. Ist allerdings ein sehr lösbares Problem, dazu weiter unten.

Die Menüführung mit dem „Joystick“ ist gewöhnungsbedürftig, aber nach der erstmaligen Gewöhnung für mich schneller als die 6 Tasten der X9 oder das Drehrad der X9E/X7. Dass das Kreuz (D-Pad) links nur für Trimms und nicht für die Menüführung verwendet wird hat mich etwas verwirrt.

Dass normale Trimmschalter fehlen sehe ich übrigens überhaupt nicht problematisch. Nahezu alle meine Modelle sind mit FCs gesteuert und verwenden überhaupt keine Trimms von der Fernsteuerung. Und für den einen „dummen“ Flieger reicht das Kreuz alle mal, zudem ich den super selten überhaupt nachtrimmen muss da das Teil doch schon sehr lange eingeflogen ist.

Für die Modelle wo man die Trimms nicht braucht (Copter und Flieger mit FCs) hat man mit dem Kreuz/D-Pad ein weiteres Vorteil: effektiv stellt er 4 (mit der gedrückten Shift-Taste sogar 8) Momentschalter zur Verfügung, die man frei belegen kann, nachdem man im Flugmodi-Menü die Trimms an sich ausgeschaltet hat. Ich habe den „Pfeil nach oben“ jetzt kurzerhand als Ansageknopf für Akkuspannung bzw. Verbrauch belegt, dafür hatte ich früher immer einen Momentschalter in Benutzung. In den komplexeren Modellen werde ich die Pfeiltasten mit weiteren Funktionen belegen, wie z.B. links-rechts mit einem GVAR für das Durchschalten von 6 Flugmodi bei einem Arduplane-Modell (was sonst mit einem 6-Pos Poti oder mehreren gemischten Kippschaltern ging). Damit sehe ich die kleine X-Lite auch nicht wirklich im Nachteil wegen kleiner Anzahl an Kippschaltern – man muss sich nur mit der Macht von OpenTX zu helfen wissen 🙂

Alles in allem bin ich ziemlich begeistert. Natürlich habe ich bisher ganze 4 Akkus damit geflogen, höchstwahrscheinlich werden im weiteren Betrieb die ersten Probleme auftauchen, das ist bei neuen FrSky Modellen bisher nie zu vermeiden gewesen. Aber ich denke dass die X-Lite auf jeden Fall das Potenzial dazu hat, meine einzige Fernsteuerung zu werden, und meinen Schleppaufwand aufs und vom Feld ein gutes Stück zu reduzieren.

Rucksackinhalt mit der X-Lite
Rucksackinhalt: X-Lite, Fatshark Brille, Copter, drunter Akkus, Ersatzpropeller und Werkzeug. Alte Funke (X9E) hat den ganzen rechten Bereich eingenommen, mit der Fatshark war’s dann voll.

QR400 #3: Unerwartetes Problem mit unkonventioneller Lösung

Nach dem Zusammenbau ist mir ein Problem aufgefallen:

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Die Blattspitzen der vorderen Props berühren die Gimbaldämpfung mit einigen mm Überlappung. Nicht gut. Nach dem Überlegen möglicher Lösungsansätze (Gimbal höher setzen, Ausleger verlängern) kam mir die Idee, die Motoren nach außen anzuwinkeln, Inspire-1-Style. Das habe ich auch direkt umgesetzt (ein hoch auf 3D Drucker!):

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Die Motoren sind alle 8° nach außen angewinkelt. Schubverlust beträgt lediglich 1% (da cos(8°)=0,99), die Blattspitzen sind sauber weg vom Gimbal (auch wenn sie nach unten oder oben biegen), und zusätzlich sollte der Aufbau Vorteile beim GPS Hold haben (weniger laterale Einwirkung bei Roll/Pitch Korrekturen) sowie den Vortex-Ring-Stadium im senkrechten Abstieg verhindern.

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QR400 #2: Baubeginn

Der Pixracer und das PDB sind nach wie vor noch nicht da, aber ich konnte mich trotzdem nicht davon halten, den Aufbau schon mal anzufangen

Ich habe mich dafür entschieden, den Rahmen klappbar aufzubauen, und dafür die Motorkabel seitlich an den Auslegern langzuführen. Es wäre schöner, die in den Auslegern drin zu haben – aber dann braucht es gute ~10cm extra Kabel auf der Innenseite, damit der Ausleger umklappen kann; oder man muss ein Kabelauslassloch in die Ausleger bohren. Hat mir beides nicht so gefallen, und zudem hat die Kabellänge der MN2213 + LittleBee 20A zusammen so perfekt gepasst. Das untere Deck sieht also im Moment so aus:

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In die Mitte kommt das ACSP4 PDB/PM, hoffentlich passt hier die 8mm Bauhöhe – sollte gerade so gehen.

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QR400 #1: Planung und Mathematik

Winter setzt ein, es wird Zeit für ein neues Projekt. Und diesmal habe ich mir was interessantes vorgenommen. Meine Black Widow 2 hat eine Weile gedient, und erscheint mir mittlerweile etwas groß als GoPro-Träger, auch wenn sie noch problemlos portabel ist. Auf der anderen Seite fliege ich sehr gerne meinen ZMR, doch möchte ich damit manchmal schön stabile Aufnahmen machen, die einen Gimbal erfordern (zB beim Chase-Fliegen hinter Flugzeugen). Also musste ein Mittelding her.

Ich habe mich für den QR400 Rahmen entschieden. Er ist unkompliziert, robust, und mit dem simplen Klappkonzept wunderbar transportabel – alles was ich von dem nächsten Copter haben will. Die 9″ Größe erscheint mir als sinnvolles Mittelmaß zwischen den 13″ der BW2 und den 6″ des ZMR, um beides gute Schwebezeiten sowie Flugdynamik zu erreichen.

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BW2 #3: Erstflug

Heute nochmal raus gewesen mit der BW2. Noch nicht mit allem 100% glücklich, aber einige Sachen klappen schon mal ganz brauchbar. Flugzeit (siehe Telemetriebildschirm auf der Taranis für Gas-Timer und Lipospannung):

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Und Optik in der Luft:

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(Landekufen sind ab, da diese nicht mehr von alleine auf Press in den Bügeln halten wie bei der BW1 – scheinbar hat sich da was geändert, muss die mal einkleben oder so)


So, nun tut die Zenmuse auch endlich wie ich will, und die Ergebnisse sprechen für sich. Der GoPro war beim heutigen Testflug zwar nicht genug Licht da (war ja auch fast 21 Uhr und mitten im Park unter Bäumen), ich habe trotzdem mal einen Teaser gemacht:

BW2 #2: Aufbau des Rahmens

Die Frästeile des Prototypen und die CFK-Rohre sind da! Nach einer Fahrt zum Baumarkt zwecks Anschaffung eines Bohrstands für meine Dremel, damit ich die Schellen anbohren konnte, habe ich den Frame endlich zusammenbekommen. Bilder sagen mehr als Worte:

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Das Gewicht ist sogar besser als ich erwartet habe. Man beachte, das ist komplett mit Landegestell und allen Frameschrauben:

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Nun geht’s an den Einbau der Elektronik. Mal sehen ob ich heute noch weitermache, eigentlich schon etwas spät aber ich habe alles da, inklusive Motivation Das Ding wird.

BW2 #1: Konzept und Planung

Über ein Jahr ist nun vergangen seit ich meine Black Widow gebaut habe. Der Frame wurde unerwartet erfolgreich, hat mir selbst und vielen anderen gute Dienste geleistet. Nun möchte ich gerne die neue Version präsentieren: die Black Widow V2.

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Technische Daten

Motordiagonale (Standardausleger): 60 cm
Maximale Propellergröße (Standardausleger): 13″
Gewicht des Rahmens (voll-CFK): < 400g

Größte Änderung zur BW1: die Black Widow V2 ist klappbar! Für den Transport können alle 4 Ausleger nach hinten geklappt werden, und schon kann der Copter in einen beliebig kleinen Kofferraum verstaut oder auch an einen Reiserucksack hinten drangeschnallt werden.

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Lipo voltage monitoring with FrSky D-Receivers without sensors

Here I’d like to share a simple Lipo voltage monitoring setup, that I’m using in my Bixler with an FrSky D8R-XP receiver. No sensors or other electronics are required – only a single servo cable and two resistors, total value of about 50c + some soldering.

The FrSky D-series receivers have a great feature: the analogue telemetry inputs, called A1 and A2. On some receivers both are freely accessible (D8R-XP, D8R-Plus), on others the A1 port is hardwired to the internal receiver voltage, but the A2 port is always accessible for external connections (D4R-II). On those ports, a voltage of up to 3.3V can be connected. It is measured internally (0-3.3V = 0-100%) and transmitted via the telemetry uplink to your transmitter. Using a simple voltage divider soldered from two resistors, one can monitor the main battery voltage of a model (or any other voltage).

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